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Prä-Implantations-Gendiagnostik (PGD)

Prä-Implantations-Gendiagnostik (PGD)

Beim IVF Verfahren wird der Genetiktest der Embryonen durchgeführt, um nur die gesunden Embryonen zu wählen und der Mutter zu transferieren. Dieses Verfahren wird Prä- Implantations- Gendiagnostik genannt.

Vorteile der PGD

  • Erhöht die Erfolgsrate der IVF Verfahren
  • Verbessert die klinischen Schwangerschaftsraten.
  • Verringert das Risiko der Fehlgeburt
  • Reduziert die Notwendigkeit des ärztlichen Schwangerschaftsabbruchs
  • Reduziert die multiple- Schwangerschaftsrate
  • Reduziert die finanzielle Belastung und den psychologischen Druck durch wiederholte gescheiterte IVF Versuche
  • Gibt der Familie die Möglichkeit, das Geschlecht ihres Kindes zu bestimmen.

 

Wie wird der PGD- Test durchgeführt?

Wenn sie einen PGD- Test machen müssen, wird ihr Arzt ihnen die notwendige Behandlung vorschlagen.

Es werden einige Prozeduren benötigt, um gesunde Embryonen auszuwählen:

  • Am 3. Tag wird an den Embryonen eine Biopsie durchgeführt. Aus jedem Embryo werden 1 oder 2 Blastomeren (Zellen) entfernt. Dieser Prozess schädigt die Embryonen nicht.
  • Die heraus genommenen Zellen werden für Genetiktests in das Genetiklabor geschickt. Die Ergebnisse werden in 6 – 12 Stunden bestimmt.
  • Die gesunden Embryonen, oder wenn das Geschlecht bestimmt wurde, werden die jeweiligen Embryonen für den Transfer zur Mutter berichtet.

Der Transfer von gesunden Embryonen ohne Krankheitsüberträger führt zum Beginn einer gesunden Schwangerschaft.

 

Krankheiten, die mit PGD gescannt werden können:

Einzelne Gen- Erkrankungen

  • Mittelmeer-Anämie
    (Beta-Thalassämie)
  • Sichelzellenanämie
  • Spinale Muskelatrophie (SMA)
  • Angeborene Schwerhörigkeit
  • Taubheit
  • Zystische Fibrosis
  • Nijmegen Syndrom
  • Leigh-Syndrom
  • Pompe
  • Galaktosämie
  • Niemann- Pick
  • Othopalatodigitales Syndrom
  • Rh-Inkompatibilität
  • MTHFR
  • Prothrombin
  • Faktör V Leyden
  • Chromosomenstörungen
  • Down-Syndrom
  • Edwards-Syndrom
  • Patau Syndrom
  • Klinefelter- Syndrom
  • Turner-Syndrom
  • Alle anderen Chromosomenanomalien
  • Gewebeverträglichkeitsprüfung
  • HLA Typisierung

Häufig gestellte Fragen zur PGT (Präimplantationsgenetische Testung)

Schadet die PGT-Untersuchung dem Embryo?
Bei der PGT werden wenige Zellen vorsichtig aus dem Embryo entnommen und genetisch analysiert. Dieser Vorgang erfolgt mit modernen embryologischen Techniken, sodass das Risiko für den Embryo sehr gering ist. Die Biopsie wird von erfahrenen Embryologen durchgeführt und die Entwicklung im Labor sorgfältig überwacht.
In welchem Stadium wird PGT durchgeführt?
PGT wird in einem bestimmten Entwicklungsstadium des Embryos durchgeführt. Dabei werden Zellen entnommen und im genetischen Labor untersucht, um die chromosomale Struktur zu analysieren und geeignete Embryonen auszuwählen.
Kann mit PGT das Geschlecht bestimmt werden?
Ja, da die Chromosomenstruktur des Embryos analysiert wird, kann auch das Geschlecht bestimmt werden. Der Hauptzweck der PGT liegt jedoch in der Erkennung genetischer Erkrankungen und chromosomaler Auffälligkeiten.
Wird PGT für alle Patientinnen empfohlen?
Nein, PGT ist nicht für alle IVF-Patientinnen notwendig. Es wird häufig empfohlen bei genetischen Risiken, wiederholten Fehlgeburten, höherem Alter oder nach erfolglosen IVF-Behandlungen. Die Entscheidung erfolgt individuell.
Verbessert PGT die IVF-Erfolgsraten?
Durch die Auswahl genetisch unauffälliger Embryonen kann PGT in bestimmten Fällen die Einnistungschancen erhöhen und das Risiko einer Fehlgeburt reduzieren. Eine Garantie für eine Schwangerschaft besteht jedoch nicht.
Wie lange dauert es, bis die Ergebnisse vorliegen?
Die entnommenen Zellen werden in einem spezialisierten genetischen Labor analysiert. Die Ergebnisse liegen in der Regel innerhalb kurzer Zeit vor, sodass der Behandlungsplan angepasst werden kann.
Kann PGT alle genetischen Erkrankungen erkennen?
PGT kann viele genetische Erkrankungen und chromosomale Auffälligkeiten erkennen, jedoch nicht alle. Der Umfang hängt vom verwendeten Test ab.
Wann erfolgt der Embryotransfer nach PGT?
Nach Abschluss der genetischen Analyse werden geeignete Embryonen ausgewählt. Der Embryotransfer erfolgt anschließend zum individuell passenden Zeitpunkt.
Reduziert PGT das Risiko einer Fehlgeburt?
Durch die Auswahl chromosomal unauffälliger Embryonen kann das Risiko einer Fehlgeburt in bestimmten Fällen reduziert werden. Andere Faktoren können jedoch weiterhin eine Rolle spielen.
Für welche Patientinnen ist PGT besonders sinnvoll?
PGT ist besonders sinnvoll für: – Paare mit genetischen Erkrankungen – Patientinnen höheren Alters – wiederholte Fehlgeburten – erfolglose IVF-Versuche in der Vergangenheit
Verläuft eine Schwangerschaft nach PGT anders?
Nein, Schwangerschaften nach PGT verlaufen in der Regel wie natürliche Schwangerschaften. Nach Bestätigung erfolgt die übliche medizinische Betreuung.
Ist PGT eine zuverlässige Methode?
Ja, PGT ist eine moderne und zuverlässige genetische Untersuchungsmethode. Sie ermöglicht eine detaillierte Analyse der Chromosomenstruktur des Embryos.

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