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Azoospermie und IVF

Was ist Azoospermie?

Azoospermie bedeutet, dass keine Spermien in der Samenflüssigkeit nachgewiesen werden können. Diese Situation tritt bei etwa 1 % der Gesamtbevölkerung und bei rund 15 % der Männer mit Unfruchtbarkeitsproblemen auf.

Bei Azoospermie werden in der Regel Hormontests sowie Chromosomenanalysen durchgeführt. Chromosomenstörungen treten in dieser Patientengruppe in etwa 15 % der Fälle auf, wobei das Klinefelter-Syndrom am häufigsten diagnostiziert wird.

Die Ursachen von Azoospermie können hormonelle oder genetische Erkrankungen sein. Weitere mögliche Faktoren sind Hodenhochstand im Kindesalter, spätere chirurgische Eingriffe bei Hernien, nicht korrekt im Hodensack positionierte Hoden, sowie Hoden, die sich durch den Leistenkanal bewegen.

Auch Kinderkrankheiten mit Fieber wie Mumps oder Meningitis können die Hodenfunktion beeinträchtigen. Zusätzlich können Chemotherapie, Strahlentherapie nach Tumoroperationen, Traumata durch Verkehrsunfälle oder Sportverletzungen sowie angeborene Fehlbildungen der Samenwege Azoospermie verursachen.

Bei etwa 7 % der Patienten mit Azoospermie können genetische Störungen nachgewiesen werden. Diese können durch Blutuntersuchungen analysiert werden.

Während einer IVF-Behandlung kann eine Chromosomenkontrolle mittels PGD durchgeführt werden, um die Übertragung genetischer Störungen auf das Kind zu vermeiden.

 

Wie wird die Azoospermie-Behandlung durchgeführt?

Bei Azoospermie werden chirurgische Methoden zur Spermiengewinnung wie TESA, TESE oder Mikro-TESE angewendet, um Spermien im Hodengewebe zu suchen.

Wenn Spermien gefunden werden, kann anschließend eine IVF-Behandlung durchgeführt werden.

Falls nach diesen Verfahren keine Spermien nachgewiesen werden können, besteht die Möglichkeit einer Schwangerschaft nur noch durch Samenspende oder Samentransfer.

Die Samenspende ist eine IVF-Methode, bei der Spermien von gesunden Spendern ohne bekannte Unfruchtbarkeitsprobleme verwendet werden.

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