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Pooling-Methode

IVF und Pooling-Methode

Was ist die Pooling-Methode?

Die Pooling-Methode bei der IVF ist ein Verfahren, bei dem zwei oder mehr Eizellentnahmen (OPU) durchgeführt werden, bevor ein Embryotransfer stattfindet. Die daraus resultierenden Embryonen werden eingefroren und gelagert. Anschließend werden alle gesammelten Embryonen gemeinsam aufgetaut und in die Gebärmutter übertragen.

Die fehlerfreie Anwendung der Vitrifikationstechnik – also des Einfrierens und Auftauens – ist in einem erfahrenen IVF-Zentrum von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der Pooling-Methode.

 

Welche Vorteile bietet die Pooling-Methode bei der IVF?

Beim IVF-Behandlungsprozess erhöht sich die Erfolgswahrscheinlichkeit, je mehr Embryotransfers möglich sind. Bei Patientinnen mit geringer Eizellreserve ist die Anzahl qualitativ hochwertiger Embryonen begrenzt. Dank der Pooling-Methode können die bei mehreren Eizellentnahmen (mindestens zwei) gewonnenen Embryonen eingefroren und gesammelt werden. So können in einem einzigen Transfer möglichst viele hochwertige Embryonen übertragen werden, was die Erfolgschancen erhöht.

Ein weiterer Vorteil der Pooling-Methode ist, dass sie die Anzahl der Embryonen erhöht, die für genetische Tests wie die Präimplantationsdiagnostik (PGD), NGS oder Geschlechtsselektion verwendet werden können. Alle Biopsien können gemeinsam getestet werden, was die Kosten senkt.

Wiederholte fehlgeschlagene IVF-Versuche können Patientinnen psychisch belasten. Doch die Hoffnung auf Erfolg sollte nicht aufgegeben werden. Durch das Pooling von Embryonen und deren gebündelten Transfer nach 2–3 Stimulationszyklen steigen nicht nur die Erfolgschancen, sondern es sinken auch die Gesamtkosten – und die psychische Belastung der Patientin wird reduziert.

 

Für wen ist die Pooling-Methode geeignet?

Wir empfehlen die Embryonen-Pooling-Methode für Patientinnen mit niedriger Eizellreserve oder bei mehrfach fehlgeschlagenen IVF-Versuchen. In unserem Zentrum wird diese Technik auch bei IVF-Behandlungen mit Samenspende, Geschlechtsauswahl und PGD/NGS-Verfahren bei Patientinnen mit niedriger Eizellreserve angewendet.

 

Wie wird sie durchgeführt?

Alle nach einer Eizellentnahme gewonnenen hochwertigen Embryonen werden eingefroren und nicht sofort transferiert. Die Patientin wird erneut in ein Stimulationsprotokoll aufgenommen, um weitere Eizellen zu gewinnen. Dieser Prozess kann wiederholt werden, bis eine ausreichende Anzahl hochwertiger Embryonen gesammelt wurde.

 

Wie viel kostet die Pooling-Methode?

Die Kosten pro Behandlung variieren je nach dem erforderlichen Verfahren. Für genauere Informationen kontaktieren Sie bitte unser Beratungszentrum.

Häufig gestellte Fragen zur Pooling-Methode

Wie lange dauert diese Behandlung?
Diese Methode kann länger dauern als eine klassische IVF-Behandlung, da mehrere Eizellentnahmen notwendig sein können. Die Embryonen werden in jedem Zyklus gesammelt und eingefroren. Sobald eine ausreichende Anzahl vorhanden ist, wird der Embryotransfer geplant. Die Gesamtdauer hängt von der Eizellreserve und dem individuellen Behandlungsplan ab.
Wie viele Eizellentnahmen sind notwendig?
Die Anzahl der Eizellentnahmen ist bei jeder Patientin unterschiedlich. Ziel ist es, genügend gute Embryonen für den Transfer zu gewinnen. Je nach Reaktion der Eierstöcke können mehrere Zyklen erforderlich sein.
Wie werden die Embryonen während dieser Zeit aufbewahrt?
Die Embryonen werden mit modernen Methoden eingefroren (Vitrifikation). Diese Technik sorgt dafür, dass die Embryonen nach dem Auftauen eine hohe Überlebensrate haben. Sie werden sicher unter kontrollierten Laborbedingungen gelagert.
Wird der Embryotransfer sofort durchgeführt?
Nein, der Transfer erfolgt in der Regel nicht im selben Zyklus. Die Embryonen werden zunächst über mehrere Behandlungszyklen gesammelt. Erst wenn ausreichend Embryonen vorhanden sind, wird der Transfer geplant.
Verändert sich die Qualität der Embryonen?
Die Qualität der Embryonen hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Alter der Patientin, der Eizellqualität und der Spermienqualität. Durch das Sammeln mehrerer Embryonen besteht die Möglichkeit, die besten Embryonen für den Transfer auszuwählen.
Ist diese Methode für jeden geeignet?
Diese Methode ist nicht für jede Patientin notwendig. Sie wird vor allem bei niedriger Eizellreserve oder bei geringer Embryoanzahl in früheren Behandlungen empfohlen. Die Entscheidung wird individuell vom Arzt getroffen.
Kann man dabei genetische Tests durchführen?
Ja, besonders wenn genetische Untersuchungen wie PGT geplant sind, ist es von Vorteil, mehrere Embryonen zur Verfügung zu haben. Durch das Sammeln können Embryonen aus mehreren Zyklen gemeinsam untersucht werden.
Kann ich während der Behandlung normal leben?
In den meisten Fällen können Patientinnen ihren Alltag zwischen den Terminen normal fortsetzen. Es ist jedoch wichtig, die ärztlichen Empfehlungen einzuhalten.
Können die eingefrorenen Embryonen später verwendet werden?
Ja, die eingefrorenen Embryonen können zu einem späteren Zeitpunkt verwendet werden. Dadurch ist keine erneute Eizellentnahme notwendig.
Wie wird entschieden, wie viele Embryonen eingesetzt werden?
Die Anzahl der Embryonen wird individuell festgelegt. Dabei werden Faktoren wie Alter, Embryoqualität und medizinische Richtlinien berücksichtigt. Ziel ist es, eine gesunde Schwangerschaft zu erreichen und Mehrlingsrisiken zu vermeiden.

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