
Für wen wird Calciumionophor (Ca-Ionophor) angewendet?
- In Fällen, in denen nacheinander Probleme bei der Nichtbefruchtung auftreten
- Wenn sehr wenige Eizellen oder Spermien gewonnen werden
- In Fällen, in denen mit der Mikroinjektionstherapie keine Befruchtung erreicht werden kann
- Bei Patienten mit „Globosperm“ aller Spermien
Wirkmechanismus von Calciumionophoren
Damit eine gesunde Befruchtung stattfinden kann, müssen die Spermien in die Eizelle eindringen und das Enzym im Kopfteil der Eizelle zurücklassen, wodurch die Menge an Kalzium im Inneren erhöht wird. Fehlt die Phospholipase-C-Substanz im Spermium, kann die Eizelle nicht befruchtet werden. Denn ohne Phospholipase steigt der Calciumgehalt im Ei nicht an.
Spermien, die stark genug sind, um die Eizelle zu befruchten, können bei Männern mit verminderter Spermienzahl, eingeschränkter Qualität oder strukturellen Defekten (Morphologie) fehlen. Befruchtungsprobleme können insbesondere bei Männern mit konsekutivem IVF-Versagen, Problemen mit der Eizahl oder -qualität, eingeschränkter Spermienmotilität und morphologischen Entwicklungsstörungen auftreten.
Calcium Ionophor ist eine Anwendung, die die Calciummenge im Ei nach dem Mikroinjektionsprozess erhöht. Bei der Calcium-Ionophor-Anwendung werden zunächst Eizelle und Sperma durch Mikroinjektion (ICSI) kombiniert. Anschließend werden die Eizellen für einige Minuten im Calcium-Ionophor gehalten. Der Hauptzweck ist die künstliche Erhöhung des Kalziumspiegels in der Eizelle, falls dieser nach dem Eindringen der Spermien nicht ausreichend ansteigt.
Mit anderen Worten: Durch die Unterstützung der Reaktionen, die im Ei beginnen sollten, wird der natürliche Befruchtungsprozess aktiviert. Dieser Vorgang trägt zu einer gesunden Befruchtung und damit zu einer höheren Schwangerschaftsrate bei.
Bei Befruchtungsprobleme neue Hoffnung Calciumionophor
Bei der Bewertung der mit dieser Technik durchgeführten In-vitro-Fertilisationsanwendungen zeigen Veröffentlichungen, dass die Befruchtungsraten im vorherigen Versuch mit derselben Patientin bei 35 % lagen und mit dieser Anwendung auf 57 % gesteigert werden konnten. Noch wichtiger ist, dass die Schwangerschaftsraten von 7,6 % auf 46,6 % und die Lebendgeburtenraten von 1,3 % auf 34,2 % ansteigen.
Darüber hinaus besteht bei Babys, die infolge einer mit dieser Technik durchgeführten IVF geboren wurden, kein erhöhtes Risiko für größere oder kleinere Anomalien.
Als Dogus IVF Zentrum wenden wir diese Technik bei Paaren mit niedrigen Befruchtungsraten oder schweren Spermienproblemen in früheren Versuchen an.