
Die Einimpfungsbehandlung ist eine Fortpflanzungsmethode, die vor allem als erste Behandlung bei Paaren angewendet wird, die trotz regelmäßigen Geschlechtsverkehrs keine Schwangerschaft erreichen und bei denen die Ursache überwiegend beim Mann liegt. Das Ziel der Einimpfung ist es, die Anzahl qualitativ hochwertiger Spermien, die die Eizelle erreichen, zu erhöhen und somit die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu steigern.
Wann sollte die Einimpfungsbehandlung angewendet werden?
Die Einimpfungsmethode ist eine Unfruchtbarkeitsbehandlung, die häufig als erste Methode für Paare bevorzugt wird, welche trotz eines regelmäßigen Sexuallebens keine Schwangerschaft erreichen. Sie wird insbesondere dann empfohlen, wenn festgestellt wird, dass die Ursache des Problems beim Mann liegt und eine leichte bis mittelschwere Samenstörung vorliegt.
Wie wird die Einimpfungsmethode durchgeführt?
Die erste Phase der Einimpfungsmethode besteht darin, den Eisprung der Frau unter ärztlicher Kontrolle auszulösen. In der Regel wird während der Menstruationsperiode der Eisprung durch Tabletten oder niedrig dosierte hormonelle Injektionen zur Follikelstimulation angeregt. Nach der Eizellentwicklung (etwa 10 Tage) wird eine Eisprungauslösespritze (hCG) verabreicht.
Etwa 34–40 Stunden nach der Injektion wird die Samenprobe des Partners im Labor speziellen Aufbereitungsverfahren unterzogen. Anschließend werden die qualitativ besten und beweglichsten Spermien mit einem dünnen, flexiblen Katheter direkt in die Gebärmutter eingebracht. Dadurch wird der natürliche Weg der Spermien verkürzt und die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sie die Eizelle erreichen.
Die Einimpfung ist ein kurzer und schmerzloser Eingriff, der ohne Anästhesie durchgeführt wird. Nach der Behandlung ruht sich die Patientin etwa 15–20 Minuten aus. Ein Schwangerschaftstest (Beta-hCG-Test) wird in der Regel 14–15 Tage nach dem Eingriff durchgeführt.
Erfolgsrate der Einimpfungsbehandlung und beeinflussende Faktoren
Die weltweite Erfolgsrate bei Einimpfungsbehandlungen liegt bei etwa 15–20 % pro Zyklus.
Der wichtigste Faktor für den Behandlungserfolg ist das Alter der Patientin. Je jünger die Patientin ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Schwangerschaft. Auch die Qualität und Beweglichkeit der Spermien stellen einen entscheidenden Einflussfaktor dar.

